Auch digitales Schaffen benötigt Architektinnen

19. Dezember 2018

Eine Architektin?

Die Architektin ist eine zentrale Figur in jedem Bauvorhaben. Sie schafft einen klaren Plan, koordiniert mit den verschiedenen Stellen und steht bei der Umsetzung unterstützend und prüfend zur Seite. Die Rolle der Architektin steht nicht nur in baulichen Vorhaben im Zentrum, sondern nimmt auch bei der prozessualen Gestaltung in einem Unternehmen eine führende Rolle ein. Genau diese Rolle hat Tonja Sigrist in den vergangenen Monaten bei PostNetz wahrgenommen. Als Prozessarchitektin kennt sie die Herausforderungen sowie die Chancen, welche ihre Rolle dem Unternehmen bietet.

Ja, eine Prozessarchitektin!

Die Dokumentation von Prozessen ist für die meisten Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Eine saubere Prozessdokumentation:

  • erleichtert neuen Mitarbeitenden die eigenen Aufgaben wahrzunehmen und zu verstehen,
  • schafft Klarheit über Verantwortungsbereiche,
  • unterstützt das Wissensmanagement,
  • ermöglicht die Identifikation von Verbesserungspotentialen oder Fehlern und
  • ist die Basis für das ganzheitliche Managen von Prozessen, weit über die Dokumentation hinweg.

Obschon sich Unternehmen der Vorteile des Prozessmanagements bewusst sind, gestaltet sich eine nachhaltige Prozessdokumentation oft schwierig. Das Resultat von aufwändigen Dokumentationstätigkeiten ist zu oft eine Sammlung von uneinheitlichen Prozessmodellen, welche keine Gesamtsicht vermitteln und bereits nach kurzer Zeit wieder veraltet sind. Benötigt wird eine Stelle, welche die Prozessumgebung eines Unternehmens steuert, Gesamtzusammenhänge herstellt und Mitarbeitende befähigt, nachhaltige Prozessdokumentationen zu erstellen; benötigt wird eine Prozessarchitektin.

Und wie?

Tonja Sigrist nahm in den vergangenen Monaten die Rolle der Prozessarchitektin bei PostNetz, dem für den Zugang der Kunden zu den Produkten und Dienstleistung der Schweizerischen Post verantwortlichen Bereich, wahr.

Die Rolle der Prozessarchitektin von PostNetz beinhaltet eine Vielzahl von Facetten. Wichtig ist es, von Beginn an klare fachliche und methodische Vorgaben und Strukturen zu schaffen und diese weiterzuentwickeln. Auf der Ebene der Geschäftsprozesse sorgt eine Modellierungskonvention dafür, dass Prozesse in einer einheitlichen Sprache dokumentiert werden. Eine Prozesslandkarte ermöglicht eine Gesamtsicht über die Prozesse von PostNetz. Zusammenhänge und Schnittstellen werden damit deutlich und es wird eine klare Basis für zukünftige Entscheidungen und eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeiten geschaffen.

Die Prozessarchitektin ist im ständigen Austausch mit den Mitarbeitenden. Durch Schulungen befähigt sie die Mitarbeitenden, selbst Verantwortung für die Prozessdokumentation übernehmen zu können. In vielseitigen Gesprächen sammelt sie Inputs der Mitarbeitenden und vertritt die Interessen von PostNetz in postinternen Fachgremien. Gleichzeitig nimmt sie selbständig neue Fachinputs zum Thema Prozessmanagement auf und bildet sich in der Anwendung der Modellierungssoftware laufend weiter.

Durch eine gute Gesamtsicht wirkt die Prozessarchitektin nicht nur bei der IST-Aufnahme der Prozesse, sondern gibt Anstösse zur Weitereinwicklung und gestaltet diese gleich selbst aktiv mit.

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